Ostereier einfach färben

Bald steht Ostern vor der Tür und wir wollen uns trotz allem nicht von einer lieb gewonnenen Tradition abhalten lassen: dem Färben der Ostereier. Freilich gibt es im Handel fertige Lebensmittelfarben, doch nutzen wir die Zeit und versuchen es mit Dingen aus Küche und Garten. Da geht mit einfachen Mitteln allerhand!

Natürlich bunte Eier

Weiße und braune Hühner-Eier sind allgemein bekannt. Je nach Hühner-Rasse können die Eier aber auch rotbraun, gesprenkelt oder sogar grün sein. Die Natur ist eben bunt! Die Farbe bleibt auch nach dem Kochen erhalten, deshalb brauchen die bunten Eier gar nicht gefärbt werden.

Eier zum Färben

Gerade für helle oder dezente Farben eignen sich weiße Eier am besten. Für dunklere Töne in Rot und Braun passen auch dunkle Eier.

Naturstoffe aus Küche und Garten

Wir haben in Küche und Garten einiges, was sich zum Eierfärben eignet:

Blau bis Grau
Blaubeeren (oder Saft), Holundersaft, Hibiskusblüten (im Tee)…

Grün
Mate-Tee (fein vermahlener Grüntee)… – angeblich auch Spinat, Petersilie, Brennesselblätter (hat im Versuch leider nicht funktioniert)

Gelbtöne
Kurkuma, Safran…

Orange bis Ocker
braune Zwiebelschalen, Ringelblumenblüten…

Rot
rote Zwiebelschalen, Traubensaft…

Braun
Kaffee, Schwarztee…

Mach mit!

Welche Dinge aus Küche und Garten eignen sich noch zum färben? Was geht am besten? – Wir geben hier eure Tipps und Tricks weiter 🙂

info@garten-traunstein.de

Anleitung zum Färben

Wir stellen uns die Farben zuerst her (Mengen für 1 l Wasser):

  • Frischpflanzen: 500 g für 30-40 min auskochen
  • Pulver: 1-3 Esslöffel für 20 min auskochen (notfalls nur mit kochendem Wasser übergießen)
  • trockene Blätter, trockene Blüten oder trockene Beeren: 50-100 g ein paar Stunden einweichen und 30-60 min auskochen
  • Kaffee, Tee: 30 g für 20-30 min auskochen
  • Säfte (Holunder, Blaubeeren): pur verwenden

Die Eier ohne anstechen kochen. Damit sie nicht platzen: Eier vorher zimmerwarm stellen, in den Kochtopf mit handwarmem Wasser geben und langsam aufheizen. Wenn das Wasser kocht, die Eieruhr stellen.

Nach dem Kochen mit Essig abreiben (raut die Schale an) und im kühlen/kalten Farbsud ziehen lassen. Im Vergleich zu käuflichen Lebensmittelfarben färben Naturstoffe meist weniger kräftig oder zumindest dezenter. Deshalb bleiben die Eier solange in der Farbe, bis sie diese ausreichend angenommen haben.

Farb-Trick:
Eine Messerspitze Alaun ODER Pottasche verstärkt die Farbe. Allerdings werden Traubensaft, Holunder und Blaubeere dann Grau.

Glanz-Trick:
Wer die Eier schön glänzend haben möchte, reibt sie dünn mit Fett oder Öl ein.

(Von links oben nach rechts unten)
Blaubeeren (tolles Blau vom Saft), Mate-Tee (= fein vermahlener Grüntee; hätte für helles Grün länger ziehen müssen), braune Zwiebelschalen (schönes Rotbraun), Birkenrinde (hätte Grün werden sollen…), Rote Rüben (färben sonst alles, nur keine Eier), Schwarztee (marmoriertes Ocker, es geht bei längerem Ziehen auch flächig), Löwenzahn (auch mit Petersilie ließ sich Grün nicht umsetzen, wer hat die Lösung?), Kaffee (zartes Hellbraun), Gelberübe (das tolle Orange bleibt nicht auf der Eischale), rote Zwiebelschalen (dunkles Braunrot), Kurkuma (helles Gelb).

Autor und Bilder: Markus Breier