Während draußen Kälteeinbrüche im Februar nicht selten sind, starten wir drinnen die Jungpflanzenanzucht. Nachfolgend gibt Kreisfachberater Markus Breier einige Tipps rund um:

Obst & Wildobst

Gemüse & Kräuter

Rosen & Blumen

Bäume & Sträucher

Übrigens steht der Kreisfachberater jederzeit für Fragen rund um Garten und Grün zur Verfügung unter Telefon 0861 – 58 385 oder per E-Mail markus.breier@traunstein.bayern

Obst & Wildobst

Weißanstrich vollständig?

Kalte Temperaturen in Kombination mit Sonneneinstrahlung sorgen für ungleiche Erwärmung der Baumstämme und stärkeren Äste. Jungbäume mit ihrer dünnen Rinde haben die meisten Probleme. Abhilfe schafft ein Weißanstrich. Er reflektiert die Sonnenstrahlen und verhindert ein Erhitzen der süd-westlichen Seite von Stamm, Ästen und Zweigen. Eigentlich sollte der Anstrich schon im Dezember gemacht worden sein, zur Not jetzt nachholen. Es gibt fertige Anstriche im Handel, sie können aber auch klassisch selbst angerührt werden: 1,5 kg Branntkalk langsam in 10 l Wasser einrühren (Achtung, wird sehr heiß!), nach dem Abkühlen mit 600 g Tapetenkleister andicken. Den Anstrich bei trockenem, frostfreiem Wetter anbringen.
Selbiges Problem haben Spaliere an der Südhauswand. Hier hilft gegebenenfalls auch ein dünnes, luftdurchlässige Vlies.

Schnitt der Obstgehölze beginnen

Nach den kräftigen Frösten können wir mit dem Obstbaumschnitt beginnen. Aber bitte nicht unter -5°C schneiden, sonst ist das Holz brüchig. Sicherer sind wir aber mit dem Schnitt im März, das vertragen auch die meisten Sorten weitaus besser und frieren oder trocknen an den Schnittstellen nicht zurück. Empfindlich dafür ist z.B. die Apfelsorte `Rubinola´.
Konsequent entfernt werden müssen beim Schnitt alle Misteln. Sie schädigen den Obstbaum so stark, dass er in wenigen Jahren stirbt.

TIPP
Das Schnittgut nicht entsorgen, sondern in einer ruhigen Gartenecke auf einen Haufen werfen. So entsteht Unterschlupf für allerhand Tiere. Sind viele grobe Äste dabei, fühlt sich auch der Zaunkönig wohl. Er baut sein Nest gerne in solche Verstecke.

Blutläuse nehmen zu

Aufgeschwollene Zweige oder weißliche Watte sind Zeichen für Blutläuse. Durch ihr Saugen im Sommer können Wunden schlecht verheilen und bilden sich Wucherungen an den Zweigen. Bekämpfen lassen sich einzeln Nester durch Abbürsten, alternativ hilft eine Austriebsspritzung – hierbei wird ein dünner Ölfilm auf den Baum verteilt, der zum Ersticken der Läuse und ihrer Eier führt. Weil in vielen Fällen weder regelmäßig kontrolliert noch die Austriebsspritzung erfolgt, nehmen Blutläuse seit Jahren deutlich zu. Biologische Unterstützung kommt durch nützliche Blutlaus-Zehrwespen, welche die Läuse parasitieren. Eine vollständige Bekämpfung ist damit aber nicht möglich. Die Obstsorten sind verschieden anfällig für Blutläuse. Am besten die Augen offen halten.

Himbeeren ausschneiden, Brombeeren festbinden

Sofern im Herbst noch nicht geschehen, können jetzt die Himbeeren gepflegt werden. Sommerhimbeeren gehören an das stützende Gerüst gebunden und können auf die Gerüst-Oberkante gekürzt werden. Herbsthimbeeren werden entweder bodeneben heruntergeschnitten, sie tragen dann ab August – oder es bleiben gesunde, kräftige Ruten stehen und werden nur unterhalb der alten Blüten gekürzt, sie tragen dann schon im Juni.

Die überwinterten Jungruten der Brombeeren werden ans Spalier/ den Zaun gebunden. Sofern nicht schon im August/September geschehen, werden die Seitentriebe auf 15-20cm eingekürzt – sonst leidet die Fruchtqualität. Sorten wie `Navaho´ oder `Loch Ness´ machen sehr lange Jungruten, die je nach Länge des Spalier/ Zaun beliebig gekürzt werden können. – Dringend entfernt gehören die Altruten des letzten Jahres (sofern nicht im Herbst geschehen). Hier überwintern Schadpilze und Milben.

Obstgehölze pflanzen

Ist der Boden nicht gefroren, können alle Obstgehölze gepflanzt werden. Das gilt besonders für wurzelnackte Gehölze, die jetzt in den Baumschulen warten. Das Pflanzloch bitte ausreichend groß bemessen, einen Wühlmauskorb einplanen und mit etwas Kompost den boden aufbessern. Sortentipps gibt es beim Kreisfachberater oder hier im Menü unter Gartenthemen => Obst & Wildobst.

Wühl- und Feldmäuse bekämpfen

Wühlmäuse und Feldmäuse dürfen bei Obstbäumen nicht toleriert werden. Auch sonst richten sie im Garten allerhand Schaden an und sollten konsequent weggefangen werden. Junge Bäume und Spindeln auf schwacher Unterlage haben sonst keine Chance.
Im Obstanger helfen auch Ansitzstangen für Greifvögel. Sie jagen zwischen Jungbäumen noch ganz gern und brauchen die Stangen für den Überblick von oben.

Kompost verteilen

Wer beim Obst  mit organischen Düngern (z.B. Kompost, Mist, Hornspäne) arbeitet, kann sie ab Ende des Monats im Bereich der Baumkrone verteilen. Mit steigenden Temperaturen wandeln die Mikroorganismen im Boden die Dünger in pflanzenverfügbare Nährstoffe um. Gerade im kalten Frühjahrsboden geht das recht langsam, weshalb rein organisch gedüngte Pflanzen langsamer ins Jahr starten als mit mineralischer Düngung. Grundsätzlich gilt: organische Dünger müssen früher gegeben werden, weil sie erst pflanzenverfügbar umgewandelt werden müssen.

Beim Beerenobst geben wir wegen der sehr flach liegenden Wurzeln den Kompost oder Mist nur oben auf, arbeiten ihn aber nicht unter.

TIPP
Einen umfangreichen Beitrag und das Merkblatt zum Kompost gibt es hier auf der Kreisverbandsseite unter https://www.garten-traunstein.de/2020/06/09/kompostierung/

Gemüse & Kräuter

Gemüsebeete vorbereiten

Bevor bald die ersten Kulturen in die Gemüsebeete gepflanzt werden können, kümmern wir uns um guten Boden. Wurde Gründüngung im letzten Jahr gesät, gehört sie jetzt gemäht, einige Tage anwelken gelassen und dann untergearbeitet. Nur bei Senf oder Phacelia sparen wir uns das Mähen, weil sei erfroren sind und mittlerweile weitgehend zusammengefallen. Wir arbeiten sie direkt unter. Auch Reste des letztjährigen Mulchs und frischer Kompost werden eingearbeitet und die Beete flach gezogen.

Gewächshaus und Frühbeet reinigen

Im Laufe der letzten Saison haben sich im Gewächshaus allerhand Algen, Moose und andere Gäste an den Scheiben und Streben festgesetzt. Wir reinigen alle Flächen mit einer weichen Bürste und Wasser, dann waschen wir gründlich nach. Auch die Außenseite nicht vergessen! Hier ist ein weicher Besen beim Dach hilfreich. – Je mehr Licht hinein kommt, desto besser wachsen im zeitigen Frühjahr die Pflanzen. Selbiges gilt auch für Frühbeete.

Jungpflanzen selber ziehen oder kaufen?

Viele Sommerblumen, alle Gemüse und Kräuter lassen sich selber ziehen. Wichtig ist, auf Aussaat-Zeitpunkt, Temperatur, Licht und dann die Düngung zu achten. Hinweise und Tipps geben die Samenpäckchen. Bei den angegebenen Zeiträumen lieber in die Mitte peilen, als zu früh zu säen – sonst hat man Probleme, die Pflanzen im warmen Zimmer zu „bremsen“.

Wer viele Pflanzen braucht und die entsprechenden Möglichkeiten hat, zieht sie selbst. Wer nur wenige Pflanzen möchte, kann sie kaufen oder bekommt sie von Nachbarn oder Freunden.

Für Anfänger geeignet sind Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und viele Kräuter. Bei Sommerblumen sind es Zinnien, Tagetes, Prunkwinden, Sonnenblumen und viele viele weitere. An die anderen kann man sich nach und nach herantasten. Keine Angst, es ist noch kein Gärtner vom Himmel gefallen, jede(r) fängt einmal jung an.

Die ersten Salate des Jahres sollte man so oder so kaufen, denn sie bräuchten im lichtarmen Frühjahr etwa 6 Wochen von Aussaat bis zur Pflanzung ins Beet. Hinzu kommt der Lichtmangel, man müsste zusätzlich beleuchten. Für die folgenden Salate kann selber gesät werden, die Anzucht verkürzt sich im Frühjahr durch mehr Wärme und Licht auf etwa 4 Wochen.

Süßkartoffeln anziehen

Süßkartoffeln sind wärmebedürftig und bei uns (bislang) nur als Zierpflanzen verbreitet. Die Knollen können wie Kartoffeln verwendet werden, schmecken aber süßer. Wer die eigene Anzucht dieser starkwachsenden Pflanze ausprobieren möchte, kann Jungpflanzen aus käuflichen Knollen selber ziehen. Die Süßkartoffel im Februar einfach bei Zimmertemperatur in ein Glas mit etwas Wasser stellen und warten. Bis die ersten Austriebe kommen, dauert es ein paar Wochen. Sie werden als Stecklinge abgenommen, in Töpfen bewurzelt und frühestens Ende Mai ausgepflanzt, besser Anfang Juni. – Süßkartoffeln brauchen viel Wärme, volle Sonne und lockere Böden. Am besten geht das im Frühbeet. Achtung, sie bilden wie Kürbisse sehr lange Triebe! Die Ernte muss möglichst spät erfolgen, weil die Knollen erst im Herbst an Größe zulegen.

Paprika, Chili, Auberginen, Physalis säen

Mitte Februar ist die Aussaat von Paprika, Chili und Auberginen optimal. Sie brauchen bis zur richtigen Pflanzgröße relativ lang und sollten daher jetzt angezogen werden. Ideal sind 20-24°C zur Aussaat, die durchaus ein paar Wochen dauern kann. Nach dem Pikieren etwas kühler stellen, aber immer möglichst hell, damit die Pflanzen kompakt bleiben.

Auch Physalis, die Andenbeere, wird jetzt ausgesät und warm gestellt. Sie braucht ähnlich lange wie Paprika, wenn sie im ersten Jahr Früchte bilden soll. – Werden die Pflanzen frostfrei überwintert, tragen sie früher.

Für die Aussaat von Tomaten ist es noch zu früh. Hier reicht Mitte März.

Hochbeet als Frühbeet verwenden

Mit ein paar Handgriffen lässt sich das Hochbeet in ein Frühbeet umbauen. Im Handel gibt es Folientunnel mit halbrunden Metallbögen, alternativ Ruten von Weiden oder Hasel nehmen und mit Lochfolie oder Vlies überspannen. So entsteht ein halbgeschütztes Frühbeet.

Radieserl säen

Ende des Monats können trotz kühler Temperaturen die ersten Radieserl gesät werden. Prädestiniert ist die Sorte `Eiszapfen´, die wirklich wir kleine, weiße Eiszapfen ausschaut und hervorragend schmeckt. Sie brauchen etwa 4-5 Wochen bis zur Ernte und können satzweise bis ins späte Frühjahr ausgesät werden. – Wer Frühbeet oder Gewächshaus hat, kann schon früher aussäen.

Dicke Bohnen sind wieder „in“

Weil sie Kälte gut vertragen, ist Ende Februar beste Zeit für die Aussaat von Dicken Bohnen, auch Puffbohnen genannt. Sie gedeihen am besten auf unseren schweren Lehmböden und bringen bald erste Bohnenernte. Zwischenzeitlich waren sie weitgehend vergessen, doch erfahren sie seit ein paar Jahren wieder die erforderliche Wertschätzung.

Erste Pflanzungen Ende des Monats

Ins Frühbeet oder das ungeheizte Gewächshaus können Endes Monats auch die ersten Jungpflanzen von Kohlrabi, Feldsalat, Kopfsalaten oder Endivien gepflanzt werden. Vlies schützt sie die ersten Wochen vor starken Temperaturschwankungen. An sonnigen Tagen müssen wir lüften, damit die Temperatur nicht zu hoch steigt.

Rosen & Blumen

Frühlingsblüher für Haus und Garten

Bunte Farben strahlen uns bei Primeln, Hornveilchen, Hyazinthen und vielen anderen Frühlingsblühern entgegen. Trotz Lockdown bekommen wir sie jetzt in lokalen Geschäften, wenn wir vorbestellen und abholen bzw. liefern lassen. Sie blühen am längsten, wenn sie nicht bei Zimmertemperatur, sondern etwas kühler stehen. Auch auf den Balkon, die Terrasse oder vor die Haustüre stellen wir die bunten Frühlingsboten. Weil sie aber in Gewächshäusern vorgezogen und eiskalte Nächte nicht gewöhnt sind, schützen wir sie bei Bedarf. Ruhig mutig sein: der Frühling ist bunt! Dann vertreiben wir mit Frühlingsduft und kräftigen Farben den weißen, kalten Winter.

Winterlinge im Garten

Winterlinge haben jetzt ihren großen Auftritt. Wo sie schon seit Jahren stehen, breiten sie sich aus und sorgen so für erste Blütenteppiche im Garten. Bei Sonnenschein sind Bienen unterwegs und es duftet nach Frühling. Winterlinge stehen am liebsten unter laubabwerfenden Sträuchern, weil sie dort ungestört stehen und der Boden meist locker ist. Nach der Blüte bilden sie allerhand Samen, der von Ameisen in der Umgebung verteilt wird. Bis zur ersten Blüte dauert es durchaus ein paar Jahre, aber dann blühen sie zuverlässig als allererste Frühlingsboten. Sie ziehen spätestens im Juni ein und sind den Rest des Jahres unsichtbar.
Tipp: wer sich die genügsamen Winterlinge in den Garten holen will, kann die Nachbarn fragen. Direkt nach der Blüte ist trotz grüner Blätter der beste Zeitpunkt zum Verpflanzen von Winterlingen. Große Knollen lassen sich hierbei teilen.

Staudenbeete aufräumen

Stehen in unseren Staudenbeeten viele Frühlingsblüher wie Krokusse, Winterlinge und Lenzrosen, sollten wir jetzt aktiv werden und ihnen Licht verschaffen. Dazu die alten Stängel abschneiden. Wir sehen die Frühlingsblüher auch viel besser.
Die alten Stängel können wir in die wilde Ecke des Gartens legen, dort schlüpfen die daran überwinternden Insekten. – Sind keine vorhanden, häckseln wir den Staudenschnitt und können das lockere Material als dünnen Mulchen auf die Beete verteilen. Alternativ kompostieren. Die Entsorgung wäre zu schade.

Sommerblumen aussäen

Manche einjährige Sommerblumen brauchen besonders lange in der Anzucht. Wir starten jetzt mit Fleißigen Lieschen, Begonien, Petunien, Ziertabak, Zinnien und Männertreu. Sie alle haben feine Samen und zeigen uns damit, dass sie Lichtkeimer sind – also nur oben aufstreuen und am besten mit einer durchsichtigen Haube abdecken. So bleibt die Luftfeuchte hoch und es kommt dennoch genug Licht hindurch. Keimung bei 20-22 Grad, also Zimmertemperatur. Dann allmählich an die trockenere Luft durch allmähliches Öffnen der Abdeckung abhärten. Pikiert wird mit den ersten normalen Blättern.

Auslichten sommerblühender Gehölze

Der ausgehende Winter ist ideal für den Rückschnitt und die Verjüngung von Rispenhortensien, Sommerflieder, Blauraute und Spiersträucher. Sie blühen an den neuen Trieben. Durch den jährlichen Rückschnitt werden die Blüten besonders groß.

Halbsträucher zurückschneiden

Lavendel, Rosmarin, Thymian und winterhartes Bohnenkraut verkahlen leicht  im Inneren. Wollen wir sie verjüngen und einkürzen, ist das frühestens ab Monatsende möglich – besser aber im März. Dann regt sich der Austrieb und sie treiben auch aus älteren Zweigen aus. Im Rest des Jahres besteht bei starkem Rückschnitt die Gefahr, die Halbsträucher ganz zu verlieren.

Rückschnitt überwinterter Pelargonien

Die selber überwinterten Pelargonien (Geranien) müssen spätestens jetzt aus ihrem dunklen Winterquartiert und werden möglichst hell aufstellt. Dünne und vergeilte Triebe werden zurückgeschnitten. Sie treiben zügig aus.
Sind die Pelargonien bereits an einem hellen Ort überwintert und voll im Wachstum, sollten wir sie jetzt etwas einkürzen. So verzweigen sie und sind zum Pflanzen im Mai schön buschig und voller Knospen. Dünger brauchen sie jetzt fürs Wachstum in jedem Fall.

Knollenbegonien antreiben

Bevor wir unsere Knollenbegonien antreiben, können wir besonders große Knollen mit einem scharfen und sauberen Messer teilen. Es muss aber an jedem Teilstück mindestens ein Auge für den Austrieb bleiben. Die Schnittfläche bepudern wir mit Holzkohle und lassen sie ein paar Tage abtrocknen. Dann werden die Begonien eingetopft und angetrieben.

Kompost auch für Stauden

Unseren Kompost verteilen wir nicht nur im Gemüsebeet, sondern versorgen auch unsere Staudenbeete – zumindest dort, wo die hungrigen Pflanzen stehen. Das gilt für viele Prachtstauden wie Pfingstrosen, Taglilien, Staudensonnenblumen und andere. Selbiges gilt auch für Rosen und Clematis. Immer dran denken: Kompost ist nicht nur Dünger, er verbessert auch den Boden und bringt allerhand lebende Kleinstlebewesen und Mikroorganismen mit – wahrhaft schwarzes Gold für den Garten!

TIPP
Einen umfangreichen Beitrag und das Merkblatt zum Kompost gibt es hier auf der Kreisverbandsseite unter https://www.garten-traunstein.de/2020/06/09/kompostierung/

Kübelpflanzen umtopfen

Schauen wir unsere Kübelpflanzen an und kontrollieren sie auf Schädlingsbefall, Trockenheit und abgestorbene Triebe. Steht bei manchen das Umtopfen an? Können wir hierfür schon vorbereiten und größere Töpfe oder Erde bereit stellen? Recht bald sollten wir Zitrus, Korallenstrauch, Lorbeer und andere früh austreibende Kübelpflanzen umtopfen. Beim Ausräumen im Mai ist es längst zu spät.

Canna, Calla und Dahlien vorziehen

Wer Ende Mai schon kräftige Canna, Calla und Dahlien pflanzen möchte, soll jetzt mit der Anzucht in ausreichend großen Töpfen beginnen. Aber Achtung, das macht nur Sinn, wenn man sie die kommenden 3 Monate wirklich bei 15-20°C und viel Licht kultivieren kann. Sonst vergeilen die Pflanzen und man hat außer Schädlingen keine Freude. – Die entspannten Gartler warten damit bis Ende März.

Bäume & Sträucher

Fällung von Bäumen, Rückschnitt von Sträuchern

Noch im Februar muss die Fällung von Bäumen oder ein kräftiger Rückschnitt von Sträuchern und Hecken abgeschlossen sein. Vom 1. März bis 30. September gilt die Vogelbrutzeit und derart kräftige Eingriffe oder Beseitigungen sind gesetzlich verboten. Über den Sommer sind aber schonende Form- und Korrekturschnitte zugelassen. Trotzdem vergewissern wir uns auf brütende Vögel und verschieben den Heckenschnitt gegebenenfalls.

Pflanzung von Gehölzen

Wenn der Boden aufgetaut ist, können wir wieder Gehölze pflanzen. Die Baumschulen haben allerhand wurzelnackte Obstbäume, Obststräucher und alle anderen Ziergehölze zum Verkauf. Wollen wir Lücken in der Hecke füllen? Wollen wir Blüten zu einer bestimmten Zeit? Wollen wir frühen Austrieb oder eine prächtige Herbstfärbung? Die Auswahl ist groß! Inspiration bieten Fachzeitschriften, Baumschul-Kataloge, das Internet und das Gespräch über den Gartenzaun.

Auslichten sommerblühender Gehölze

Der ausgehende Winter ist ideal für den Rückschnitt und die Verjüngung von Rispenhortensien, Sommerflieder, Blauraute und Spiersträucher. Sie blühen an den neuen Trieben. Durch den jährlichen Rückschnitt werden die Blüten besonders groß.

Heimischer Winterblüher

Am Boden blüht gerade ein heimisches Gehölz, die Schneeheide (Erica carnea). Die Blüten sind offen und damit beliebt bei Bienen – im Vergleich zu den über Winter meist gepflanzten Knospenheiden. Die Schneeheide ist am passenden Standort sogar dauerhaft über Jahrzehnte und wird dafür am besten im zeitigen Frühjahr nach der Blüte kräftig gestutzt.

Mit ersten Blüten startet die heimische Kornelkirsche, auch Dirndlstrauch genannt. Nicht nur als erstes Bienenfutter im Jahr ist sie geschätzt, sondern im Spätsommer auch für ihre kirschroten, herben Früchte für Gelees, Liköre oder knapp reif eingelegt als „falsche Oliven“. Die Kornelkirsche eignet sich wegen ihrer guten Schnitteignung auch für die Hecke. Und die Baumschulen bieten mittlerweile Hochstämme, die selbst in kleinste Gärten als Baum dienen können.