Insekten


Wildes Gewusel auf der Streuobstwiese: Warum sich Bienen, Spinnen und Co. hier wohlfühlen
Neben den Steckbriefen zu ausgewählten Insektenarten ermöglichen die eingebundenen Drohnenvideos, die Streuobstwiese zu den vier Jahreszeiten aus der Luft zu erkunden und somit die Perspektive einer Biene im Frühling und Sommer einzunehmen. Interessante Einblicke geben außerdem die beiden Drohnenvideos im Herbst und Winter.

Insekten und die vier Jahreszeiten auf der Streuobstwiese

Streuobstwiesen stellen einen wichtigen Lebensraum für unterschiedlichste Insektenarten dar. Allein auf einem alten hochstämmigen Apfelbaum kann man bis zu 1000 Arten von Insekten, Spinnen und Milben finden. Nur 300 Arten fressen direkt vom Baum, die etwa gleiche Menge lebt als Parasit von ihm. Etwa 200 leben als Räuber und noch mal so viele ernähren sich von Honigtau und Moosen. Aber auch totes Holz auf der Wiese bietet einen Mehrwert für Insekten. Alte Baumstämme, alte Stängel oder Laubhaufen dienen vielen Insekten als Refugien im Winter und fördern somit den Erhalt der Artenvielfalt.

Erkunden Sie die Streuobstwiese aus der Luft und tauchen Sie ein in die Welt der Insekten. Die Drohnenvideos zeigen, wie Insekten die Streuobstwiesen im Frühling, Sommer und Herbst sehen. Ein weiteres Video wurde außerdem zur Winterzeit aufgenommen.

Klicken Sie im Video auf die Pfeile, um die Jahreszeit zu wechseln!

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VR-Bienenflug

Honigbiene landet in virtueller Realität auf einer Blüte

© Planet Schule SWR

Willkommen im Reich der Honigbiene!

Kommen Sie mit uns auf eine virtuelle 3D-Entdeckungsreise in das Innere eines Bienenstocks!

Bis zu 50.000 Bienen halten sich im Frühsommer in einem Bienenstock auf und gehen emsig allerlei Beschäftigungen nach. Mit dem Projekt des SWR „Das Leben der Honigbiene VR“ lässt sich das sonst verborgene Treiben mit Hilfe der Virtuellen Realität hautnah erleben.

In einer 360°-Rundumsicht erleben wir, wie Bienen Brutfürsorge betreiben, mit ihren Artgenossen kommunizieren oder sich gegen Feinde zur Wehr setzen.
Die Anwendung steht neben dem Videoformat auf YouTube auch als App im Google Play Store für Android und im Appstore für iOS zum Download zur HonigbieneVR startenVerfügung. Weitere Informationen zu HonigbieneVR sowie die Versionen im Oculus Store erhalten Sie hier .

Hier können Sie die Anwendung im Videoformat auf YouTube starten!

Welche Insekten auf der Streuobstwiese zu finden sind…

Steckbriefe zu ausgewählten Insekten:

  • Hottentottenfliege

    Sie gehört zu der Familie der Wollschweber und ist mit gelben dichten und langen Haaren am Hinterleib und im Bereich des vorderen Thorax besetzt. Die Stirn ist schwarz behaart. Das Gesicht steht am Mundwinkel nicht hervor. Der Kopf ist kugelförmig mit gelben Schuppenhaaren. Der Saugrüssel ist fleischig und kurz. Die Flügel sind durchsichtig und nur die Randzellen und die Basis ist leicht ockergelb getönt.

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  • Sandwespe

    Sandwespen gehören zu der Gattung der Grabwespen, was an der großen und schlanken Gestalt mit dem stielförmigen lang behaarten Hinterleib aus zwei Segmenten zu erkennen ist. Die Tiere erreichen eine Größe von 16 bis 24 Millimeter und sind damit die größten Sandwespen in Mitteleuropa.

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  • Rindenspringspinne

    Größte einheimische Springspinne. Das Männchen erreicht eine Größe von 6 bis 8 Millimeter, das Weibchen 8 bis 11 Millimeter. Der Vorderleib ist graubraun bis dunkelbraun und hellgrau behaart. Der Hinterleib trägt eine Tarnkennzeichnung mit einem breiten hellbraunem Band. Auf beiden Seiten sind etwas dunklere große bräunliche Flecken. Die Beine sind hell und dunkel geringelt.

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  • Gelbbindige Furchenbiene

    Gut erkennbare Wildbiene, die als Nahrungspflanzen Korbblütler, insbesondere Flockenblumen, Disteln aber auch Kardengewächse wie Knautie und Skabiose bevorzugt. Die Weibchen sind etwa 14 Millimeter groß und durch die ockergelben Querstreifen auf dem Hinterleib leicht bestimmbar. Die Männchen sind etwa gleich groß, schlanker und haben sehr lange schwarze Fühler.

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  • Immenkäfer

    Der abwechselnd orangerot und blauschwarz gebänderte Käfer ist auch unter dem Namen gemeiner Immenkäfer, Immenwolf oder Bienenwolf bekannt. Flügeldeckenende, Halsschild, Kopf und Beine sind ebenfalls dunkel metallisch glänzend. Kopf, Halsschild und Beine sind blau oder grün metallisch glänzend und behaart. Die Vorder- und Mittelfüße gelblich, Hinterfüße braun.

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  • Goldglänzender Rosenkäfer

    Die Oberseite ist sehr variabel glänzend von grün bis bronzefarben bis gold, blaugrün oder blauviolett. Die Körperunterseite ist rotgold. Die Deckflügel weisen mehrere feine weiße Flecken und Querrillen auf. Das Männchen kann man anhand seiner flachen Längsfurche auf der Bauchseite vom Weibchen unterscheiden. Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 14 bis 20 Millimeter.

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  • Grünes Heupferd

    Mit einer Körperlänge von 28 bis 36 Millimeter der Männchen und 32 bis 42 Millimeter der Weibchen, zurecht eine der größten in Mitteleuropa vorkommenden Langfühlerschrecken. Damit ist sie auch deutlich größer als die nah verwandten und im gleichen Gebiet verbreitete Zwitscherschrecke. So ziemlich alle grünen Heupferde sind einfarbig grün, selten treten gelbliche Tiere auf.

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  • Admiral

    Unverwechselbar durch die rote Binde auf der Oberseite. Das Ei ist grünlich oval mit Längsrippen. Raupe in mehrere Phänotypen unterscheidbar, die Auskunft über Herkunft der Elterntiere geben bzw. den klimatischen Bedingungen denen die Elterntiere ausgesetzt waren (rein schwarz = mitteleuropäisch, schwarz mit hellgrünen Seitenflecken = westeuropäisch; schwarz mit schmalen gelben/hellbraunen Seitenlinien = osteuropäisch/ skandinavisch; schwarz mit breiter Seitenlinie = südeuropäisch).

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  • Baumhummel

    Die auffällige Hummel unterscheidet sich durch ihre insgesamt dunkle Erscheinung und der weißen Hinterleibsspitze gut von anderen Hummeln. Die Königin erreicht eine Körperlänge von bis zu 20 Millimeter. Die Männchen sind 14 – 16 Millimeter und die Arbeiterinnen variieren stark in der Größe (8-18 Millimeter).

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  • Marienkäfer

    Typischer kleiner rotgefärbter Käfer mit schwarzen Punkten. Nicht alle Marienkäfer sind gleich, rund 70 verschiedene Arten gibt es in Deutschland. Die Nahrung des Insektenfressers besteht aus Blattläusen, die er in Gärten, Heiden, Wäldern und Wiesen findet.

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  • Zitronenfalter

    Unverwechselbar an dem typischen Flügelschnitt. Männchen kräftig gelb, Weibchen grünlich weiß. In Ruhestellung Flügel stets geschlossen.

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Bettina Gschlößl

Gschlößl Bettina
Landratsamt Traunstein
Biodiversitätsberaterin

Tel: 0861 58 – 7948
E-Mail: bettina.gschloessl@traunstein.bayern
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Die Biodiversitätsberatung im Landkreis Traunstein:

Ziel der Biodiversitätsberatung ist es, die Vielfalt der Arten und der Lebensräume im Landkreis zu erhalten und zu stärken. Gemeinsam mit Flächeneigentümern, Landbewirtschaftenden, Kommunen, Verbänden und sonstigen Akteuren sollen Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Ziel ist, besonders in ökologisch wertvollen Teilen von Natur und Landschaft.
„Die Naturschönheit unseres Landkreises zu bewahren ist eine wichtige Aufgabe, denn sie macht unseren Landkreis so besonders und lebenswert. Durch das Vorkommen seltener Lebensgemeinschaften wie Moore, Streuwiesen und Voralpenflüsse kommt uns im Landkreis eine besondere Verantwortung zu.“

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